Das Alter Ego

So, nachdem ich, Alphawolf, mich einigermassen beschrieben habe, zumindest wie ich mich selbst sehe, ist es wohl an der Zeit, ein wenig das Warum zu schildern.

Ausschlaggebend war sicher, dass ich viele Jahre nach meiner sexuellen Sozialisierung auf Frauen getroffen bin, die mein Bild von der weiblichen Libido mehrmals völlig verändert haben. Das mag jetzt etwas profan in dieser trockenen Knappheit klingen, deshalb muss ich wohl etwas ausholen.

Begonnen hat es nämlich eigentlich schon recht erfrischend. Damals, als Frauen noch ohne BH unterwegs waren und an das Entfernen von Achsel- und Scham- und sonstigen Körperhaaren noch keine Gedankensekunde verschwendet wurde, war der junge Alphawolf gerade 17 Lenze geworden. Die Sommernacht war lau in der südlichen Steiermark und ein ländliches Sommerfest im Gange. Die fesche, junge Ehefrau des dörflichen Baumeisters war 34 Jahre und recht gram, dass ihr Gatte dem steirischen Wein mehr zugesprochen hatte als ihr gefiel und ihm guttat. Sie ließ ihn auf der Sitzbank schlummernd, den Kopf am Tisch zwischen Gläsern geparkt zurück und tanzte mit mir zu einer Musik, die geschmacklich heute nicht einmal mehr in meiner untersten Schublade Platz fände.

Doch das luftige Sommerkleid, ihre schönen, prallen Brüste, die bewundernde Blicke der anderen und das kecke Lachen meiner Tanzpartnerin haben flugs mein Alter Ego geweckt. SCHWANZ.

Der hatte sich in meiner, schon unter normalen Umständen engen und plötzlich noch viel engeren Sommerhose breitgemacht. Das dürfte auch der Baumeistergattin nicht entgangen sein und wir drei gingen hinter das Festzelt. Kurz darauf umschlossen zum ersten Mal weibliche Lippen SCHWANZ, und er und ich wurden professionell in die Welt des Sexuellen im wahrsten Sinne des Wortes eingeführt. Frau Baumeister erwies sich fast einen ganzen Sommer lang als gewissenhafte und mehr als eifrige Lehrerin. Da gab es keinerlei Lampenfieber, keine Tabus, nur SCHWANZ und zwei Menschen, davon einer doppelt so alt wie der andere, die Sex genossen, lernten, lehrten.

Wer davon eindeutig am meisten geprägt wurde, war SCHWANZ. Mein Alter Ego wurde von einem notwendigen Anhängsel zu meinem partnerschaftlichen Begleiter. Es entstand eine lebenslange Freundschaft zwischen ihm und mir. Mit allen Hochs und Tiefs, die eine Freundschaft eben mit sich bringt. Aber es ist müßig zu betonen, dass die Hochs bei Weitem überwogen.

Nach dem Ende des Sommers, sicher einem der prägendsten meines Lebens, ging es erst einmal steil bergab. Zumindets in zwischengeschlechtlicher Hinsicht. Ich musste wohl oder übel erkennen, dass Gleichaltrige weiblichen Geschlechts so gar nicht auf Baumeistergattinnenniveau mit SCHWANZ umzugehen bereit waren. Es war eine düstere Zeit voller P1070428Enttäuschungen, auf die ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen will.

Erst als ich neben dem Studium einige Jahre später, nach Zuverdienst trachtend, Nebenbeijobs als a) Fliesenleger, b) Installationshelfer, c) technischer Zeichner und d) Diskjockey in einer örtlichen Diskothek annahm, änderte sich das alles doch irgendwie. Vor allem der Job d) hatte doch einige Wirkung auf die Jungdamenwelt und es waren zwei, drei heisse Jahre mit oft häufiger als wöchentlich wechselnder, fotzenseitiger Schwanzumschließung. Dabei musste ich auch erkennen, dass es dabei so etwas wie sexuelle Mundpropaganda gab und das auch aus dem Grund, weil SCHWANZ im generellen Größenvergleich doch in der Oberliga mitspielt. Zumindes war das den zahlreichen diesbezüglichen Komplimenten zu entnehmen. Ich wurde sozusagen weiterempfohlen. Doch es gab doch auch eine nicht geringe Anzahl von jungen Damen, deren Augen sich bei Schwanzaufnahme nicht vor Lust sondern vor Schreck weiteten, wenn ich an eine innere Grenze stieß. Dies ist auch der Grund, warum ich bis heute die kräftigen, robusten Frauen bevorzuge. Deren Grenzen sind meist weiter gesteckt, wobei es auch Ausnahmen nach oben und unten gibt und gab, die aber eben diese Regel bestätigen.

Ja, und dann, einige Jahre später, kam Anna. Sie stellt in meiner persönlichen Sexualhistorie den aktuellen Plafond dar. Warum und wieso ist zentrales Thema einer anderen Geschichte. Nur Geduld…

Foto: Alphawolf

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